(Quelle: BBV Marktinformationen) Um die bayerischen Ferkelerzeuger in der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Situation zu unterstützen, hat der Münchener Landwirtschaftsminister Helmut Brunner ein Aktionsprogramm aufgelegt. Wir haben ein Bündel von Maßnahmen in die Wege geleitet, damit die Betriebe die finanziellen und betrieblichen Herausforderungen bewältigen können
, betonte der CSU-Politiker bei der Vorstellung des Programms im niederbayerischen Pocking. Nach seinen Worten hatten die Ferkelerzeuger lange Zeit mit niedrigen Preisen zu kämpfen. Belastungen seien ferner die hohen Futterkosten und die bis Jahresende umzusetzende Umstellung auf Gruppenhaltung
gewesen, die bei vielen Betrieben zusätzliche Investitionen erforderlich gemacht habe. >>
(Quelle: BBV Marktinformationen) Zuchtsauen dürfen ab dem kommenden Jahr nur noch in Gruppen gehalten werden. Zahlreiche EU-Mitgliedstaaten werden den Termin wahrscheinlich verpassen. Bisher sei die Umstellung auf Gruppenhaltung nur im Vereinigten Königreich, in Schweden und Luxemburg erfolgt, berichtete kürzlich die EU-Kommission. Deutschland, Dänemark, Irland und Litauen sind zuversichtlich, bis zum Jahresende die Einzelhaltung von Zuchtsauen beenden zu können. >>
Erreger
(Quelle: Friedrich-Löffler-Institut) Beim Schmallenberg-Virus handelt es sich um ein Orthobunyavirus, das eine enge Verwandtschaft zu Viren der Simbu-Serogruppe aufweist, zu der auch das Akabane-Virus gehört. Die höchste genetische Ähnlichkeit wurde zum Shamonda-Virus aus dieser Gruppe festgestellt. Das Genom dieser Viren besitzt drei Segmente (S, M und L), die für mindestens 5 Proteine kodieren. Schmallenberg-Virus wurde bisher in den Niederlanden, Deutschland und Belgien bei Rindern, Schafen und Ziegen nachgewiesen. Die Übertragung erfolgt vermutlich wie bei anderen Viren der Simbu-Serogruppe durch Insekten (Gnitzen und Stechmücken). Es erkranken Rinder, Schafe und Ziegen. Ob Wildwiederkäuer oder andere Spezies empfänglich für Schmallenberg-Virus sind, ist nicht bekannt. >>
Mit Wirkung vom 15.02.2012 wird Deutschland als frei von Blauzungenkrankheit
erklärt. Dies teilte uns das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit unlängst mit, nachdem seit 17.11.2009 kein Fall mehr festgestellt worden ist. Mit der schnellen Einführung einer verpflichtenden Impfung mit inaktivierten Impfstoffen ist es gelungen, die Seuche zu tilgen und die betroffenen Tiere wirksam zu schützen
, so das StMUG.
Die Hypothese des sogenannten chronischen Botulismus
wird seit einigen Jahren im Zusammenhang mit chronischen Bestandserkrankungen im Milchviehbetrieben kontrovers diskutiert. Die unspezifische Symptomatik umfasst dabei Verdauungsstörungen, Labmagenverlagerungen, Abmagerung, Festliegen, Klauen- und Gelenkserkrankungen, Bewegungsstörungen, Lähmungen, Abgeschlagenheit, gespannte Bauchdecke, Schluckstörungen und fieberhafte Euterentzündungen. Die Ursache der beschriebenen Krankheitsbilder ist bislang wissenschaftlich nicht gesichert.
Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sind aufgrund der lebensmittelhygienischen Regelungen, insbesondere des Schlachtverbots für kranke Tiere, gewährleistet. Klinisch erkrankte Tiere sind entsprechend den Vorgaben des Lebensmittelrechts sowohl von der Michgewinnung als auch von der Schlachtung auszuschließen. >>