30.04.2018 rss_feed

Agrarministerkonferenz: Rückhalt für bayerische Anliegen

(27. April 2018) Münster – Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat eine positive Bilanz der Agrarministerkonferenz in Münster gezogen. Wir konnten uns für wichtige bayerische Anliegen den Rückhalt von Bund und Ländern sichern, sagte Kaniber im Anschluss an das Treffen.

 

Erfolgreich war Kaniber darüber hinaus bei ihrem Werben um eine praxistaugliche Lösung in der Debatte um die Ferkelkastration. Meine Länderkollegen kommen zunehmend wie Bayern zur Überzeugung, dass wir rasch ein Verfahren brauchen, das den Interessen von Landwirten, Verbrauchern und Tierschutz gleichermaßen gerecht wird und das auch umsetzbar ist, sagte die Ministerin. Das sei bei den bislang diskutierten Alternativen Ebermast, Impfung und Eingriff unter Vollnarkose nicht der Fall. Als Vorbild sieht Kaniber den etwa in skandinavischen Ländern längst praktizierten sogenannten 4. Weg – ein Verfahren, bei dem der Landwirt die örtliche Betäubung mit einem Lokalanästhetikum selbst vornimmt. Gerade für kleinere Ferkelerzeugerbetriebe wäre das eine praktikable und tierschutzgerechte Lösung, so die Ministerin. Nach ihren Worten drängt die Zeit, denn ab kommendem Jahr dürfen männliche Ferkel nicht mehr ohne Betäubung kastriert werden. Deshalb soll rasch eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe unter Beteiligung von Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden eingesetzt werden, um ein solches Verfahren auch in Deutschland schnellstmöglich realisieren zu können. Wir müssen all unseren Ferkelerzeugern den Rücken stärken, damit sie auch in Zukunft dem europäischen Wettbewerb standhalten können, so Kaniber. Oberstes Ziel müsse es bleiben, die heimische Erzeugung zu stärken und den Importdruck aus anderen Ländern zu verringern.

 

Pressemitteilung

Bayerisches Staatsministerium für

Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Nr. 103 vom 27. April 2018